Aktien Japan
09.02.2021 - 3 minute read

Wir bleiben positiv gegenüber japanische Aktien. Japans neuer Premierminister Yoshihide Suga lässt auf weitere Strukturreformen hoffen...


Von Roland Rupprechter, Certified European Financial Analyst (CEFA)



Fundamentale Einschätzung


Der japanische Nikkei Index hat sich in den letzten Monaten deutlich besser entwickelt als der Eurostoxx 50 oder S&P 500 Index. Geholfen haben die weniger rigiden Lockdowns in Japan, die Unterstützung durch die japanische Zentralbank, die niedrigen Bewertungen sowie die geringere Verschuldung.


Japan war eines der wenigen Länder weltweit, die den Ausbruch des Coronavirus relativ erfolgreich eindämmen konnten, insbesondere im Vergleich zu anderen G7-Ländern und europäischen Nationen. Dies ist einer der Gründe dafür, weshalb sich japanische Aktien im Jahr 2020 widerstandsfähig gezeigt haben.


Ein weiterer wichtiger Faktor für diese Widerstandsfähigkeit waren die starken Bilanzen vieler japanischer Konzerne. Unternehmen in Japan werden oft dafür kritisiert, zu viel Bargeld zu halten, in dieser Krise haben jedoch starke Bilanzen und eine stabile Liquiditätslage dazu beigetragen, den Markt zu stützen.


Für positive Stimmung sorgte auch die Wahl von US-Präsident Biden. Unter ihm erhoffen sich die Japaner, dass in Handelsfragen gemeinsam vernünftige Lösungen realisierbar sind.


Wir bleiben aus mehreren Gründen auch für 2021 positiv betreffend den japanischen Aktienmarkt.


Japans neuer Premierminister Yoshihide Suga lässt auf weitere Strukturreformen hoffen, insbesondere bei der Digitalisierung und im Finanzsektor. Im Automobilsektor verbessert sich wiederum die Lage, weil sich die globale Wirtschaft allmählich erholt. Zudem dürfte eine US-Regierung unter Joe Biden dem TPP-Handelsabkommen zustimmen. Dies würde bei japanischen Unternehmen und Investoren für gute Stimmung sorgen und Japans Konjunktur weiter ankurbeln. Darüber hinaus wird die sehr lockere Geldpolitik der Bank of Japan weiterhin Rückenwind für die japanische Wirtschaft entfachen. Japanische Geschäftsbanken können sich so gut wie kostenlos Geld bei der Notenbank ausleihen.


Abbildung 1: Japan Nikkei 225

Figure 1 Wideframe
Quelle: Thomson Reuters, eigene technische Analyse


Markttechnik

Nach dem Überwinden der 24.200er Marke gab es für den Nikkei 225 Index kein Halten mehr. Er kletterte von Hoch zu Hoch. Die jetzt im Visier stehende 30.000er Marke dürfte sich aber vorerst als psychologische Hürde erweisen, zumal auch RSI und MACD ein überkauftes Niveau erreicht haben.








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