Unternehmensanleihen
29.05.2020 - 3 minute read

Aufgrund aktuell interessanter Spreads empfehlen wir bonitätsstarke Unternehmensanleihen


Von Roland Rupprechter, Certified European Financial Analyst (CEFA)



Fundamentale Einschätzung


Infolge des tiefen Zinsumfeldes ist es heute kaum mehr möglich, alleine mit Anleihen eine angemessene Mindestverzinsung in einem Portfolio zu erzielen. Dennoch eignen sich aus der Korrelationsbetrachtung heraus sowohl Unternehmensanleihen als auch Staatsanleihen zur Verbesserung des Rendite-Risiko-Profils eines gemischten Portfolios. Ein angemessener Anteil von Anleihen kann ein Portfolio während einer Rezession auch bei tiefen Zinsen schützen. Weder Staatsanleihen noch Unternehmensanleihen haben in den letzten drei Rezessionen negative Renditen erzielt. Umgekehrt formuliert: Unternehmensanleihen reduzieren die Volatilität eines Portfolios, nicht aber dessen Rendite.


Ausgehend vom aktuell tiefen Zinsniveau und den zu erwartenden tief bleibenden Zinsen empfehlen wir bonitätsstarke Unternehmensanleihen den Staatstiteln vorzuziehen, diese weisen zudem erstmals seit vielen Jahren aufgrund der Corona-bedingten Spreadausweitung wieder positive Renditen auf. Beispielsweise brachte Daimler kürzlich eine zehnjährige Anleihe mit einem Kupon von 2,375 Prozent (WKN A289XG) auf den Markt. Auch viele andere große deutsche Unternehmen waren aktiv, etwa Eon und die Deutsche Bank. Der Energieversorger bietet für drei Jahre 0,375 Prozent, für acht Jahre 0,75 Prozent und für elf Jahre mit einer „grünen“ Anleihe 0,875 Prozent.

Abbildung 1: Spread bonitätsstarker Unternehmensanleihen zu bonitätsstarken Staatsanleihen

Figure 1 Wideframe
Quelle: Thomson Reuters, Datastream




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