Research News
Möglicher Wahlsieg von TISZA hat indirekt positiven Effekt auf europäische Börsen. Bei einem Auszählungsgrad von knapp 82 Prozent der Stimmen kommt Magyars Oppositionspartei TISZA laut der Website der ungarischen Wahlbehörde auf 137 Mandate - 133 werden für eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt. Orbáns Fidesz kommt auf 55 Sitze im Parlament. Für den DAX, CAC 40, EUROSTOXX 50, STOXX 600 und weitere europäische Indizes wäre ein TISZA-Sieg mehr ein moderater Stimmungsbooster als ein großer Kursschub, aus folgenden Gründen: Ungarn ist wirtschaftlich zu klein, um europäische Indizes direkt zu bewegen. Der positive Effekt käme indirekt — durch weniger politische Blockaden im EU-Rat, stabilere EU-Einheit gegenüber Russland und das Signal, dass der Rechtspopulismus in Europa an Grenzen stößt. Das stärkt das Vertrauen in die EU-Stabilität generell, was Investoren mögen. Der unmittelbarste Effekt betrifft nicht die großen europäischen Börsen, sondern ungarische Wertpapiere: Bei einem deutlichen TISZA Wahlsieg ist zu erwarten, dass sich der Forint auf unter 370 pro Euro bewegen wird — ein deutlicher Kursgewinn. Bloomberg berichtete, dass Händler bereits vor der Wahl massiv auf ungarische Marktgewinne gesetzt haben. Auch der ungarische Aktienleitindex BUX (Budapest Stock Exchange Index -Grafik) zog zuletzt deutlich an und dürfte morgen seine Kursgewinne ausbauen. Bei den ungarischen Staatsanleihen hat Barclays seinen Ausblick bereits vor der Wahl hochgestuft, in Erwartung eines TISZA-Sieges. Der größte konkrete Treiber sollten die eingefrorenen EU-Gelder sein: Ungarn hat derzeit rund 18 Milliarden Euro an EU-Fördergeldern blockiert — wegen Rechtsstaatsverstößen unter Orbán. Eine neue Regierung könnte diese Mittel freischalten, was einen erheblichen Investitionsschub für das Land bedeuten würde...
Gold zwischen zwei Extremen. Von stark überkauft auf stark überverkauft. Wie von uns Anfang Februar hier unter dem Titel: „Auch Gold wächst nicht in den Himmel“ prognostiziert, bildete der Goldpreis nach dem Allzeithoch bei 5.588 USD (31. Januar 2026) einen scharfen Abwärtstrend aus. In der vergangenen Woche markierte er auf dem Weg zur Erholung ein Mehrmonatstief bei 4.302 USD. Gestern erholte sich der Preis bis auf ein 4-Tages-Hoch bei 4.617 USD. Nach leichten Gewinnmitnahmen schloss Gold bei 4.576 USD und verbleibt damit weiterhin unterhalb der gefallenen 100-Tage-Linie (aktuell: 4.548 USD) sowie der gebrochenen mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Die Trends im kurzfristigen und mittelfristigen Zeitfenster verlaufen weiterhin abwärtsgerichtet. Der Goldpreis kämpft nun mit der Rückeroberung der Widerstandszone bei 4.625–4.680 USD. Ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Marke würde die Aussichten auf eine Erholungsrally in Richtung 4.750–4.790 USD verbessern. Darüber rückt das nächste Widerstandscluster bei 4.960–4.995 USD in den Blick – jene Zone, an der im Februar der mittelfristige Abwärtstrend ausgelöst wurde. Erst ein Anstieg über 5.000–5.075 USD würde auch das mittelfristige Chartbild aufhellen...
Die Antwort der Börsen auf Trumps „Amerika-First“-Politik ist „World United“. Entgegen dem Selbstlob des US-Präsidenten: „Ich habe das Land in der schlimmsten Lage der amerikanischen Geschichte übernommen und wenige Monate gebraucht, um es zu retten. Ich habe dafür gesorgt, dass in den USA in dieser Zeit mehr investiert wurde als in jeder anderen Region der Welt. Niemals hätte es diese Investitionen gegeben, wenn ich die Strafzölle nicht eingeführt hätte.", zeichnet die Bilanz nach 14 Monaten ein anderes Bild, wie verunsicherte Unternehmen, einbrechende Lieferketten und ein schwächerer Arbeitsmarkt. In Konsequenz gewinnt der breiter gefasste MSCI World Index (blaue Linien) seit Trumps Amtseinführung den Performance-Vergleich mit dem US-Leitindex S&P 500 (schwarze Linien), was viele Jahre zuvor nicht gelungen ist. Vgl. Graph. Nüchternes Fazit: Trumps Handelskrieg schadet vor allem Amerika selbst, und der aus seiner Sicht "Rest der Welt" intensivierte zuletzt seine Handelsbeziehungen. Die World United.
Aufwärtstrend Bitcoin: Jetzt zählt's! Bitcoin wird aktuell bei 68.141 US-Dollar gehandelt und liegt damit 45,6% unterhalb seines Allzeithochs vom 6. Oktober (125.251 Dollar). Mit Blick auf den logarithmierten Chart steht nach dem erneuten Wirksamwerden der Schulter-Kopf-Schulter-Formation SKS (zuletzt 2022 gesehen) jetzt der ganz große Test des 7-jährigen Aufwärtstrends (rote Linie) an. Hält der 4-Jahres gleitende Durchschnitt sowie die Trendlinie (beide bei rd. 57.800 Punkten), ist eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends möglich. Unterstützung für dieses Szenario bieten der MACD und RSI, welche eine extreme Überverkauftheit anzeigen (grüne Kreise ganz unten). Im anderen Fall würde der Abwärtstrend wohl fortgeschrieben werden, in extremis bis auf 17.500 Punkte oder tiefer.
Auch Gold wächst nicht in den Himmel. Der Goldpreis hat sich in den letzten zwölf Monaten knapp verdoppelt, in den letzten vier Jahren verdreifacht, wofür es zuvor rund 20 Jahre bedurfte, und durchbrach zuletzt die 5.000 US-Dollar-Marke je Feinunze. Dies obwohl die Schmucknachfrage und die Käufe der Zentralbanken im letzten Jahr stark gefallen sind. Besonders ausgeprägt waren die Nachfragerückgänge in Indien (-24%) und China (-25%). Die Schmucknachfrage in China fiel auf das niedrigste Niveau seit mehr als 15 Jahren. Die Zentralbanken kauften im vergangenen Jahr 863 Tonnen Gold. Das waren rund 20% weniger als im Vorjahr. Haupttreiber für den Goldpreisanstieg war die Investmentnachfrage, die im vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um mehr als 70% stieg. Im Gesamtjahr gab es sogar einen Anstieg um mehr als 80% auf ein Rekordniveau von 2.175 Tonnen, wie das World Gold Council veröffentlichte. Gründe für diese rekordhohe Investmentnachfrage waren ein schwächerer US-Dollar, die Erwartung weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve, die Sorge um eine sich wandelnde Weltordnung und vor allem die Spekulation auf höhere Goldpreise. Die Spekulation der Investoren auf einen höheren Goldpreis zeigt sich in einer extremen Positionierung der Derivatemärkte, ... ... mehr auf LinkedIn
Keine Zinssenkung der FED von uns heute erwartet. Politischer Druck auf Fed wird aber steigen. Der US-Dollar bleibt schwach. Wir gehen davon aus, dass die Fed den Leitzinskorridor bei 3,50-3,75% beibehalten wir, nachdem die Inflation noch immer über 2% liegt und der Arbeitsmarkt nur leichte Schwächeanzeichen zeigt. Am interessantesten dürfte heute sein, ob und wie sich Fed-Chef Jerome Powell zu den Angriffen auf seine Person und auf die Unabhängigkeit der Fed äußern wird und ob er die Fed Ende Mai verlässt, oder nur den Vorsitz des FOMC abgibt und weiterhin im Board of Governors seinen Sitz behält. Bleibt Powell weiterhin wehrhaft, könnte der zuletzt stark unter Druck geratene US-Dollar kurzfristig profitieren. Auslöser für die jüngste Dollarschwäche war eine Bemerkung von US-Präsident Donald Trump gegenüber Journalisten: „Dem Dollar geht es großartig“. Dies löste diese Woche an den Märkten eine US-Dollar Verkaufswelle aus. Mit seiner Aussage unterstrich Trump, dass er einen schwachen Dollar begrüßt – wie er das in der Vergangenheit immer wieder getan hat. Wir rechnen im weiteren Jahresverlauf damit, dass sich die Fed dem Druck der Politik nicht wird entziehen können, und es neben den zwei vom Markt erwarteten Zinssenkungen im ersten Halbjahr (März und Juni) noch zu einer weiteren Zinssenkung im zweiten Halbjahr kommt, welche der Markt bislang noch nicht einpreist hat. Daher dürfte aus unserer Sicht der US-Dollar anhaltend schwach bleiben.
Russischer Ölpreis eingebrochen. Dem russischen Staat machen die westlichen Sanktionen und die Sorgen, dass Venezuela seine Kredite nach der Maduro-Entmachtung durch USA nicht mehr zurückbezahlt, immer mehr zu schaffen. Die Einnahmen aus Ölexporten sind zuletzt auf den niedrigsten Stand seit der russischen Vollinvasion in die Ukraine gefallen. „Wir machen es Moskau immer schwerer, sein Öl zu vernünftigen Preisen zu verkaufen“, sagt der EU-Sanktionsbeauftragte David O’Sullivan. Tatsächlich bekommt das Land seit Wochen pro Barrel exportierten Rohöls nur noch maximal 40 Dollar (vgl. Chart), so wenig wie zuletzt in der Coronakrise, in der die Energienachfrage drastisch einbrach. Aktuell wird für Öl, das vom russischen Hafen Noworossijsk exportiert wird, pro Barrel nur noch 34,50 Dollar gezahlt. Russlands Wirtschaft steckt in einer Stagflation: Das Wachstum der vergangenen Jahre droht in eine Rezession zu wechseln...
Kommt Hassett, erwarten wir drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte der US-Notenbank Fed für 2026. Im Mai dieses Jahres endet die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell, der sich fortlaufendem massiven Druck der US-Regierung gegenüber sieht, welche die Zinsen gerne niedriger hätte. Wenn Donald Trumps offensichtlicher Wunschkandidat Kevin Hassett das Rennen um die Nachfolge macht, könnte eine dritte Leitzinssenkung im Sinne eines "Eintrittsgeschenks Hassetts" die Folge sein. Mindestens zwei Zinssenkungen erwarten wir aufgrund der sich abschwächenden Arbeitsmarktdaten.
Grünes Licht für eine US-Leitzinssenkung um einen Viertelprozentpunkt heute Abend, wodurch der Leitzins für Tagesgeld auf 3,50 % bis 3,75 % sinken würde. Dies vor dem Hintergrund, dass die von der Federal Reserve am genauesten beobachtete PCE Inflationskennzahl zuletzt niedriger als erwartet ausgefallen war und auch der der S&P/Case-Shiller U.S. National Home Price NSA Index, welcher die Preise für Einfamilienhäuser in den neun US-Volkszählungsbezirken berechnet, zuletzt deutlich gefallen ist (grüne Linie). Der Kernindex der persönlichen Konsumausgaben, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Monatsvergleich um 0,2 %, während die Jahresrate bei 2,8 % lag. Die Monatsrate entsprach der Konsensprognose der von Dow Jones befragten Ökonomen, die Jahresrate lag jedoch um 0,1 Prozentpunkte darunter...
KI, die größte Blase aller Zeiten lässt die Nasdaq crashen? Ein Blick auf den logarithmierten Nasdaq 100 Chart illustriert, dass wir es aktuell mit einer starken Überbewertung zu tun haben. Eine Korrektur ist daher jederzeit möglich. Einen Crash mit dem Fall unter die untere Trendlinie sehen wir aber nicht. Zu stark sind die aktuellen Unternehmensgewinne und die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Lösungen, deren Entwicklung erst am Anfang steht. Das Alpha der Steigung des Trendkanals entspricht ziemlich exakt dem langjährigen, durchschnittlichen ROE der größten US-Technologieunternehmen.
Chinesische Bauwirtschaft im Aufwind? Technisches Kaufsignal im chinesischen Eisenerz-Future. Das zur Produktion von Stahl genutzte Eisenerz steht für 93% aller im Jahr 2024 abgebauten Metalle. Industriemetalle wie Kupfer und Aluminium machen rund 7% aus. Nur 0,5% entfallen auf die Technologie- (bspw. Zinn, Kobalt, Lithium) - und Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Palladium). Im letzten Jahr wurden 1,58 Mrd. Tonnen Eisen produziert, ... Der chinesische Eisenerz-Future erholt sich seit seinem Zwischentief von September 2024 und lieferte Anfang des Monats mit Blick auf den Moving Average 15/50 ein technisches Kaufsignal. Dieser Future setzt den Preis auch für den Weltmarkt.
Wir haben erstmalig das Ratio der Kursentwicklung zum Buchwertwachstum des S&P 500 berechnet, um (1) die aktuellen Werte im historischen Kontext einordnen zu können und um (2) mögliche Unter- und Überbewertungsbereiche zu identifizieren. Dies vor dem Hintergrund der aktuell vorherrschenden Marktmeinung, dass US-Aktien heute so teuer sind wie selten zuvor und eine Marktkorrektur unausweichlich sei. Tatsächlich liegt das heutige Kurs-Buchwert-Verhältnis des S&P 500 mit 4,6 ähnlich hoch wie auf dem Höhepunkt der New-Economy-Blase Anfang 2000. Ein Blick auf die Grafik zeigt jedoch, dass es seit dem Peak vom 30.6.2023 bis heute zu einer rückläufigen Ratio der Kursentwicklung zum Buchwertwachstum gekommen ist (fallende rote Linie). Das Buchwertwachstum legte also in den letzten 2 Jahren stärker zu als die Kursentwicklung mit seinen mehrfachen Allzeithochs des S&P 500...
US-Stundenlöhne, ein weiteres Argument für eine Leitzinssenkung im September. Die durchschnittlichen Stundenlöhne für alle Beschäftigten auf den privaten US-Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft stiegen im Juli 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 %. Dies ist der stärkste Anstieg in vier Monaten, nach einem nach oben korrigierten Anstieg um 3,8 % im Juni. Die Zahlen lagen über den Markterwartungen eines Anstiegs um 3,8 %. Mit Blick auf die Grafik kann aber festgestellt werden, dass sich die Anstiegsquote von März 2022 (6,98%) bis heute (3,90%) nahezu halbiert hat, was ein weiteres Argument für eine Leitzinssenkung im September 2025 liefert.
Taylor Rule und US-Leitzinsen liegen gleich auf. Die Taylor Rule schlägt vor, die Zinsen zu senken, wenn die Inflation unter dem Zielwert liegt oder das Wirtschaftswachstum zu niedrig ist. Mit Blick auf die aktuelle Inflationsentwicklung und erwarteter Belastung des US-Wirtschaftswachstums durch die US-Zollpolitik sehen wir hohe Chancen für eine US-Leitzinssenkung im September im Ausmaß von 0,50%.
Das Thema Bärenmarkt dürfte vom Tisch sein, nachdem die untere Trendlinie beim logarithmiert dargestellten MSCI World Index gehalten hat. Wie wir hier, in den Medien und unseren Kunden wiederholt geschrieben haben, sehen wir in der Marktkorrektur eine überdurchschnittlich gute Gelegenheit für einen langfristigen Vermögensaufbau. Dies, da "Trumps" Zollirrsinn auch positive Aspekte hervorgebracht hat. Der Rückgang der Exporte in die USA wird die Preise in der Eurozone sinken lassen, was Spielraum für zusätzliche Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank schaffen könnte.Zudem beschloss die EU und Deutschland Rekordsummen für Verteidigungsausgaben. Hinzu kommt, dass der deutsche Bundestag eine erhebliche Ausweitung...
Nasdaq 100 auf dem Weg zum größten Tagesgewinn seit 24 Jahren. Dies auf die Meldung hin, dass Trump die reziproken Zölle für 90 Tage auf das Eis legt.
US-Zölle, eine beispiellose Übertreibung? Ob eine Aktienmarktkorrektur im Ausmaß der Covid-Krise gerechtfertigt ist, kann jeder für sich mit Blick auf die Grafik entscheiden, welche die NICHT US-Exportquoten (rote Zahlen/orange Balken) der zehn größten US-Exporteure, die auf 80% des gesamten US-Importvolumens kommen (die in Klammer gesetzten Länder wurden zur EU hinzugezählt), zeigt. Beispielsweise beträgt das US-Exportvolumen von Deutschland nur 10,9% (163 Mrd USD). Demnach werden 89,1% in andere Länder exportiert. Ausgenommen wurden im Vergleich die beiden US-Nachbarländer Mexiko und Kanada, die gesonderte Handelsabkommen mit den USA abgeschlossen haben.
Sehr starkes technisches Kaufsignal. Trump hat es geschafft, den Relative-Stärke-Index (RSI) des MSCI World Index EUR auf ein Fünfjahrestief zu schicken. Wie die Grafik zeigt, liegt der RSI mit aktuell 18,37 Punkten noch tiefer im überverkauften Bereich, als bei der Corona-Krise (19,40). Immerhin stehen die Chancen für eine technische Gegenkorrektur (Erholung) jetzt sehr hoch. Vor diesem Hintergrund, der von uns erwarteten US-Leitzinssenkung im März, dem kürzlich verabschiedeten größten Rüstungsprogramm der EU seit Generationen und der Wiederaufbauphantasie in der Ukraine bei einem Kriegsende sehen wir aktuell eine gute Aufstockungsmöglichkeit bei Aktien...
Die Grafik illustriert sehr schön die zehnfach höhere Volatilität von Bitcoin im Vergleich zu Aktien. Zeitraum letztes Jahr. War zu Beginn Bitcoin mit Aktien unkorreliert, hat sich in den vergangenen Jahren ein immer höherer Gleichlauf zu Aktien gebildet. Auf dem Niveau von 75.000 ist Bitcoin für uns - technisch gesehen - wieder attraktiv bewertet.
Trotz einem DAX-Rekord nach dem anderen steigt das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) nur moderat an. Der Buchwert ist eine Maßzahl für das in den Bilanzen der DAX-Unternehmen schlummernde Eigenkapital und beträgt zurzeit 13.150 Indexpunkte. Das KBV des DAX liegt aktuell bei 1,66 und somit nur leicht über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 1,59. In unserem Szenario hat das KBV des DAX vor dem Hintergrund der Aussicht auf weiter fallende EZB-Zinsen, dem Wachstum der Geldmenge M3 (Plus 3,4% in den vergangenen 12 Monaten), dem schwachen Euro, von dem viele exportstarke DAX-Unternehmen einen Vorteil ziehen, einer erwarteten DAX-Dividendenrendite von 3,1 Prozent, die 70 Basispunkte über der Rendite für 10-jährige deutsche Staatsanleihen liegt sowie einer wieder anziehenden Weltkonjunktur mit robustem Wachstum in den USA und China gute Chancen, sich im Bereich zwischen 1,6 und 1,8 festzusetzen. Das würde beim derzeitigen DAX-Buchwert einem DAX im Bereich von 21.040 bis 23.600 Punkten entsprechen.
Chinas Wirtschaft lieferte. Das BIP ist 2024 um 5 % gewachsen und übertraf damit die Erwartungen und erreichte das offizielle Jahresziel. Wie die Grafik zeigt, wurde das Wachstum in erster Linie durch die Exporte angetrieben. Im vierten Quartal unterstützten zudem neue Konjunkturmaßnahmen den Konsum. Dieses Jahr dürfte es schwerer werden. Die drohenden US-Zölle und die sinkende Bereitschaft anderer Staaten, chinesische Waren ungebremst ins Land zu lassen, dürfte den Exportmotor ins Stottern bringen. Zudem ist der Abschwung auf dem Immobilienmarkt noch nicht vorbei. Mit neuen Konjunkturmaßnahmen und einer verbesserten Umsetzung will die Regierung das Wachstumstempo beibehalten...
EUR/USD in Richtung Parität oder Gegenbewegung? Nach enttäuschenden Konjunkturdaten hat der Euro seine jüngste Talfahrt fortgesetzt und mit 1,0411 US-Dollar den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Nach dem Rutsch unter den Supportbereich von 1,0463 scheint der Weg in Richtung Parität frei. Kurzfristig deuten jedoch technische Indikatoren wie RSI, MACD und Moving Averages mit ihren „stark überverkauften“ Signalen auf eine Gegenreaktion. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex der Eurozone fiel...
Nach der frühmorgendlichen Auswertung vieler Hochrechnungsmodelle wird Trump klar die US-Wahl gewinnen. Zudem werden die Republikaner die Mehrheit im Senat holen.
Nachdem Donald Trump zuletzt die Einbeziehung des US-Präsidenten in Entscheidungen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve forderte und dieser schon in seiner ersten Amtsperiode Druck auf die US-Notenbank ausübte, sollte die Perspektive eines steileren US-Leitzinssenkungspfads die Wirtschaft beleben und damit die US-Aktienmärkte unterstützen...
Dieser Bericht ist in den Vorarlberger Nachrichten am 7.11.2024 erschienen.
Schlechtere Ausgangslage des S&P 500 Index gegenüber dem Dow Jones Index (DJI). Sollte Donald Trump die Wahl gewinnen, würde der technologielastige S&P 500 Index (Microsoft, Google, Apple, Nvidia und Tesla machen über ein Drittel der Gesamtrendite aus) mehr davon profitieren als der DJI. Allerdings ist das Aufwärtspotenzial des S&P 500 Index aufgrund seiner aktuell hohen Bewertung gegenüber dem DJI deutlich limitierter. Vgl. Grafik. Wenn es nächste Woche zu einem Regierungswechsel kommt, würde der sogenannte "Trump-Trade" in den Mittelpunkt rücken. Trump steht...
Gute Ausgangslage. Dow Jones Index bereit zum großen Sprung nach oben bei Wahlsieg von Kamala Harris. Vor vier Jahren war Biden genau der Richtige, um die USA und die Welt vom zu hohen Aktionismus Donald Trumps zu erlösen. Innenpolitisch war sein Leistungsausweis beachtlich. Er hat in einer Zeit tiefer politischer Polarisierung einige gewichtige Programme durch den Kongress gebracht. Unter ihm wurde die Reparatur der maroden US-Infrastruktur angepackt und die Rückkehr der Industrie eingeleitet. Gewinnt Kamala Harris, für die Biden den Weg frei gemacht hat, die US-Wahl, prognostizieren wir einen starken Anstieg des Dow Jones Index...
Dieser September hat es in sich. Morgen Freitag folgen die US-Arbeitsmarktdaten. Wir erwarten unverändert eine US-Arbeitslosenquote von 4,3%. Am 12. September findet die nächste Sitzung des EZB-Rats statt. Hier prognostizieren wir eine Leitzinssenkung von 0,25%. Kurz darauf, am 18. September, ist der nächste Zinsentscheid der Fed geplant. Unsere Annahme ist eine Leitzinssenkung von 0,50%. Treffen die Zinsprognosen ein, erwarten wir einen leicht schwächeren USD, ein neues Allzeithoch beim DAX und bei hoher Volatilität den Test der historischen Höchststände von DJI und S&P 500 - allerdings nur auf USD Basis.
Unsere Studienreiseführte nach Pisa, dem Geburtsort von Leonardo da Pisa – alias Fibonacci – einem der bedeutendsten Mathematiker des Mittelalters. Nach ihm wurde eine unendliche Zahlenfolge benannt, die einige interessante mathematische Aspekte aufweist und auch in der Natur häufig vorkommt. In der Charttechnik werden gerne die Fibonacci-Retracements verwendet. Am Beispiel des MSCI World Index USD ist zu sehen, dass die jüngste Korrektur erst an der 61,8% Retracement-Marke eine Unterstützung gefunden hat. Selten fallen technische Korrekturen in so kurzer Zeit so heftig aus.
Märkte zurecht im Krisenmodus? US-Dollar Ausbruch (vorerst?) nicht geglückt. Die Märkte erwarten nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht, dass die Fed die Zinsen geradezu im Krisenmodus senkt, im September und November sogar um 50 Basispunkte. Doch ist es passend, dass die Aktienmärkte sich im Krisenmodus befinden? Eine Abschwächung des US-Arbeitsmarkts war ja aus Sicht der FED das Ziel...
Zehnjährige US-Renditen unter 3% erwartet. Der bevorzugte Inflationsindikator der FED im Hinblick auf ihr 2%-Ziel, der PCE-Preisindex, lieferte im April widersprüchliche Signale. Die Daten deuteten darauf hin, dass das hohe Tempo des Preisanstiegs länger als erwartet anhalten könnte, aber auch darauf, dass die rückläufigen Verbraucherausgaben den Preisanstieg in den kommenden Monaten eindämmen könnten...
Die FED hat Löhne und Gehälter als eine der fünf wichtigsten Variablen bei der Entscheidung herausgestellt, ob sie die Zinsen senken und ihren Kampf gegen die hohe Inflation beenden kann. Die US-Notenbank steht auf dem Standpunkt, dass ein Lohnwachstum von etwa drei Prozent mit dem Inflationsziel von zwei Prozent vereinbar sei. Zuletzt sind die US-Stundenlöhne – niedriger als erwartet – auf 3,9%...
Following our positive forecast on 12 January, the Nikkei rose from 33,700 points to round about 41,000 points before entering into a corrective downtrend. The day before yesterday it recorded an 8-week low at 36,754 points. At this support area (resistance area from 23 January to 8 February), the index formed a bullish doji candle in the hourly chart with extremely oversold technical market indicators...
US-Inflation ist besser als sie aussieht. Das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, der PCE (Personal consumption expenditures price index), liegt mit aktuell 2,4% deutlich näher am 2%-Ziel der Fed als der VPI (3,2%). Der Hauptgrund für diese Divergenz sind die Wohnimmobilien, die mehr als 30% des VPI ausmachen, aber nur etwa 15% des PCE. Bereinigt man den VPI-Index um die Wohnkosten, liegt er im Jahresvergleich bei 1,8% und damit unter der Zielmarke von 2%.
US Leitzinsen um zwei Prozent zu hoch. Die Grafik illustriert die von der FED festgelegten und nach der Taylor-Regel berechneten Zinssätze von 2001 bis 2024. Wenn wir die Zinssätze für 2024 überprüfen, liegt die orange Linie zuletzt tiefer als die blaue Linie. Nach der Taylor-Regel müssten die Zinssätze tiefer sein als sie sind. Aktuell lässt sich eine Taylor Rule Target Rate (nachstehende Formel und Werte) von 3,45% berechnen, was die Grafik zeigt.
Unglaublich: Sollte der langfristige Trend der Nasdaq 100 (logarithmiert dargestellt) fortgesetzt werden, winken Ende 2026 auf der Oberseite des Trendkanals 30.000 Punkte (+72%), auf der Unterseite immer noch 20.000 Zähler (+15%). Wir bleiben (nicht nur) deshalb weiter positiv für unseren R&B NEXT Active Technologiefonds.
R&B Aktien Global Aktiv Fonds in Performance und Vola weiter gut unterwegs.* R&B ist Gewinner des Österreichischen Dachfonds Awards des GELD-Magazins. Kategorie Aktien konservativ. Zeitraum 3 Jahre.
Nikkei löst nach dem Durchbruch der 33.700er Widerstandslinie ein technisches Kaufsignal aus. Dieses wird unterstützt vom RSI (14), STOCHRSI (14), MACD (12,26), ADX (14), CCI (14) und ROC.
Die logarithmierte S&P 500 Grafik veranschaulicht sehr gut jene Phasen, welche über das Niveau des langfristigen Trends gestiegen sind. Wie zu sehen ist, würde heute ein schneller Anstieg auf 5.000 Punkte und mehr eine neue Blasenbildung einleiten. Seit dem Jahr 2000 hat der S&P 500 eine annualisierte Gesamtrendite von 7% erzielt, was deutlich unterhalb der durchschnittlichen Eigenkapitalrendite der S&P 500 Unternehmen liegt. Beispielsweise betrug der durchschn. ROI 2012 15 Prozent und stieg dann bis 2022 auf 20 Prozent.
S&P 500 hängt am seidenen Faden: Die überkaufte Situation in den Indikatoren (Momentum/Sentiment/Marktbreite) wirkt sich noch nicht auf das Kursgeschehen aus, ein weiterer Kursanstieg hängt aber an einem seidenen Faden. Die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung oder Korrektur zur Bereinigung der Überhitzung ist als hoch einzustufen...
Auch knapp unter seinem All Time High ist der DAX - KBV bezogen - unterbewertet. So liegt das aktuelle DAX-KBV mit 1,38 deutlich unter dem 20-jährigen Durchschnittswert von 1,61. Ein Anstieg des DAX-KBV’s auf diesen Durchschnittswert würde bei einem unveränderten DAX-Buchwert einen DAX Stand von 19.300 Punkten erlauben.
Unsere langfristig favorisierten Megatrends weichen in der Performance in diesem Jahr erheblich voneinander ab. Sehr gut entwickelt haben sich Future Mobility und Künstliche Intelligenz. Gut verlief auch die Entwicklung für Digitalisierung und Robotic/Automation...
Die 10-jährigen US-Realrenditen kletterten zuletzt auf den stärksten Wert seit fast zwanzig Jahren und zwangen damit die US-Aktien und den Euro in die Knie. Beide durchbrachen die...
Der Baltic Dry Index gilt als wichtiger Frühindikator für die Weltwirtschaft. Der Preisindex für Frachtraten auf den Weltmeeren ist im September auf ein Jahreshoch geklettert. Ist das ein Kaufsignal?
R&B unter Top 3 in Österreich. Magazin Fondsprofessionell September 2023: "Eine echte Überraschung lieferte die Nummer drei der Topsellerliste: Hier findet sich nämlich mit dem R&B Aktien Global Aktiv...
Gold und Silber trotz Iran Krieg im Sturzflug. Wie von uns prognostiziert.
Wie geht es mit dem Gold weiter und was sollen Anleger tun?
Der Ausbruch des Iran Kriegs setzte die Märkte unter Druck, löste aber keine Panik aus
Empfehlungen für Aktienanleger
Auch Gold wächst nicht in den Himmel
Die Frage ist nicht, ob Gold sich in einer Blase befindet, sondern wann sie platzt.
Die Börsenampel steht weiter auf Grün
Im Zentrum unserer positiven Einschätzung steht die erwartete Entwicklung der Unternehmensgewinne
Trump Zölle: Hektisches agieren ist nicht ratsam
Wir sehen weiterhin gute Chancen am Aktienmarkt
Korrektur nach FED-Sitzung als Einstiegschance
FED erwartet leicht höhere Teuerung 2025
Trump Trade?
Nach der Wahl von Donald Trump favorisieren wir US-Aktien
Marktausblick Aktien
Strategie und Einschätzung 2. Halbjahr 2024: Wir sind Positiv für den Technologiesektor. Bei den Aktienmärkten haben wir die USA und Deutschland übergewichtet...
Bitcoin und Gold klettern auf Rekordhochs
Wie geht es weiter?
Marktausblick Aktien
Zinssenkungsfantasie beflügelt Aktienmärkte
Marktausblick Aktien
Fallende Inflationsraten, ein positives Wirtschaftswachstum, eine geringe Arbeitslosenquote sowie ein nur moderates Lohnwachstum...
Ursache und Folgen des SVB-Kollaps
Der Untergang der Silicon Valley Bank wurde nicht durch Kreditprobleme verursacht...
In Künstliche Intelligenz investieren?
In den letzten Jahren wurden in der Computerwissenschaft und künstlichen Intelligenz (KI) unglaubliche Fortschritte erzielt...
Wissenschaft bei R&B
Neue modifizierte Sharpe Ratio Methode von R&B CEO zur Erstellung von Fondsranglisten mit Fonds, die eine negative Überschussrendite aufweisen...